Kann ich noch ein Mars
Aus Stilus
"... haben!" ergänzen genervte Eltern häufig, bevor sie nein sagen.
Wenn diese Mode von den meisten Erwachsenen als Unart empfunden wird, wie verbreitet sie sich dann? Offensichtlich lernen die Kinder diese Ausdrucksweise nicht von ihren Eltern. Sie wird von Kind zu Kind übertragen. Es gibt nicht nur eine Jugendkultur, es gibt auch eine Kinderkultur, die mit der Kultur der Erwachsenen zwar in Wechselwirkung steht, aber doch ihre eigenen, unabhängigen Strömungen hat. Schon Dreijährige haben an dieser Kinderkultur teil.
Ein Grund für die starke Verbreitung von derartigen Kurzsätzen könnte sein, dass sie funktionieren. Die Intention des Kindes wird zweifellos klar. Wozu das letzte Wort? Wie ist dieses Sprechverhalten zu bewerten? Stehen wir vor Faulheit und Sprachverlust? Oder ist endlich ein neues Effizienzdenken eingekehrt? Hat es gar lyrische Züge, Aussagen so kompakt wie möglich zu verpacken?

